Back to home
Essen

Eines der bekanntesten Maid-Cafés in Tokyo: @home Café

Ein Phänomen, welches in Japan unglaublich bekannt ist, sind Maid-Cafés (auf Japanisch auch メイド喫茶 oder メイドカフェ). Hier findet man Kellnerinnen, welche in Dienstmädchenkostümen gekleidet sind und so ihre Kunden bedienen. Dabei steht das süße Auftreten und der direkte Service an erster Stelle. Kunden werden hier königlich behandelt und können für ein paar Stunden in eine ganz andere Welt eintauchen. Während im Jahr 2001 in Akihabara das erste permanente Maid-Café eröffnet wurde, hat sich das Konzept seitdem auch weltweit einen Namen gemacht und ist mittlerweile vielen Menschen bekannt. Nicht nur einsame Otakus kommen hier gerne zu Besuch, sondern auch Pärchen, Freunde, Männer und Frauen.

Das @home Café

Ein Café, welches wir schon öfters zusammen besucht haben und welches zudem sehr populär ist, ist das @home Café mitten in Akihabara. Man kann es kaum übersehen, da es einen besonders designten Eingang besitzt und ein gesamtes Gebäude einnimmt. Dabei befindet sich auf jeder Etage ein eigenes kleines Café.

Wie bei fast allen Maids wird hier ein Kostüm getragen, was auf einer französischen Dienstmädchen-Uniform basiert. Es wird ein Kleid getragen, zusammen mit einem Unterrock, einer passenden Schürze und Haarschmuck. Dazu gibt es Schleifen, Rüschen und manchmal auch Tierohren.

Moe, Moe, Kyun!

Im @home Maid-Café muss man sich zunächst eine Etage aussuchen, welche man besuchen möchte: Gesagt, getan. Auf einigen Etagen wird hier explizit erwähnt, wo sich auch englischsprachige Maids aufhalten. Dann bekommt man seinen Platz zugewiesen (nachdem man von allen begrüßt wurde) und kann sich einen Serviceplan aussuchen. Hier kann man dann z.B. wählen, was genau man essen möchte, ob man nur Dessert und Trinken mag oder auch ein Hauptmenü usw., und auch, ob man Spiele spielen möchte mit den Maids (z.B. Kroko Doc) oder ein Polaroid-Foto mit einer ausgewählten Maid haben mag. Die Zeit ist jeweils begrenzt, je nach Plan.

Anime, Manga, Videospiele und Popkultur sind die primären Themen, mit denen sich die Maids sehr gut auskennen und so schnell ins Gespräch kommen mit den Kunden, welche gerne ihre Freizeit in Akihabara verbringen. Dies ist Teil des guten Service des @home Maid-Cafés, ebenso wie die Verniedlichung des Essens: Wenn man ein Getränk bestellt, muss man sich aussuchen, welches Tier z.B. die Maid auf den Kaffeeschaum malen soll und auch die Präsentation der Speisen ist äußerst liebevoll gemacht. Bei der Zubereitung der dekorativen Speisen sagen die Maids oft zusammen mit dem Kunden kleine Sprüche auf, welche das Erlebnis noch magischer machen sollen. “Moe, Moe, Kyun!”, anyone?

Katzenpfoten und Performance

Beim @home Maid-Café gibt es zudem auch die Regel, dass man das Essen gerne fotografieren darf, aber nicht die Maids persönlich. Hier kann man dann den Serviceplan mit einem Polaroid-Foto wählen, was einem nach dem Erlebnis zusammen mit ein paar Verzierungen ausgehändigt wird. Übrigens kann man während des Fotos natürlich auch selbst ein wenig Schmuck wie Hasenohren oder Katzenpfoten auswählen, welche man tragen möchte.

Wenn man Glück hat, ist man zu einer Zeit anwesend, in welcher eine Performance von mehreren Maids stattfindet. Hier werden einem LED-Leuchtstäbe ausgehändigt und man kann in voller Fan-Manier zum Takt wippen, während live gesungen und getanzt wird. Passend dazu kann auch eine CD mit den jeweiligen Songs vor Ort gekauft werden.

Sobald man einmal das @home Café besucht hat, bekommt man eine kleine Karte ausgehändigt, mit der man seine Besuche tracken kann. Je öfter man kommt, desto mehr Punkte bekommt man und erhält eine Silber- oder Goldkarte, bei der dann z.B. der Eintrittspreis geringer wird. Da so ein Maid-Café viele Stammkunden hat, lohnt sich das dann definitiv. Bei jedem Besuch kommt noch einmal eine Servicegebühr oben drauf: diese ist für den Eintritt an sich fällig und wird auch bei den jeweiligen Essensplänen mit aufgeführt.

Darüber hinaus werden auch regelmäßig Spezialevents veranstaltet, bei denen man sich allerdings im Vorfeld anmelden muss. Dazu gehören unter anderem die Geburtstagsfeiern der Maids. Und wo wir gerade beim Geburtstag sind: wer an seinem eigenen Geburtstag ins @home Café kommt, kann einen besonderen Gang bestellen und bekommt darüber hinaus noch eine Überraschung.

Fazit:

In Akihabara gibt es eine Vielzahl an Maid-Cafés und man hat wirklich die Qual der Wahl. Das @home Maid-Café können wir hierbei auf jeden Fall empfehlen für jeden, der gerne einmal in echter Popkultur-Manier speisen möchte. Nirgendwo sonst wird wohl der Spirit von Akihabara so lebendig wie hier. Auch das Essen und die Speisen schmecken gut und so niedlichen Service bekommt man ansonsten nur selten geboten.

Wem das zu viel Overload ist, der kann gerne unseren Geheimtipp “Shake Tree Diner” besuchen, wo man nach amerikanischem Vorbild die besten Burger essen kann.

By Susann, 2. Juli 2021
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Über uns
Lieben heißt verstehen
Die positiven wie auch die schwierigen Seiten der neuen Heimat lernt man erst nach einer ganzen Weile wirklich kennen. Seit 2018 leben wir nun in Japan und möchten dieses aufregende und doch nicht immer unbeschwerte Erlebnis mit euch teilen. Hier veröffentlichen wir Reiseberichte und mehr über unser tägliches Leben in Japan.
Unser Partner